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Donnerstag, 17. Juli 2014

Rezept 006: Youkan

Die japanische Teezeremonie ist ein Ritual, welches nicht nur in Japan Zustimmung findet, sondern auch bei uns in Deutschland zumindest vorgeführt wird. Ein ruhiges, aber streng geregeltes Ritual, bei welchem der Gastgeber seinen Gästen die Möglichkeit bietet, in einem schlicht eingerichtetem Raum innere Ruhe zu finden. Der berühmte Matcha (Grüner Tee) ist ein unabdingbarer Bestandteil dieser Zeremonie.

Der teils bittere Tee schmeckt jedoch nicht unbedingt jedem. Um hier abhilfe zu schaffen, gibt es zu der Teezeremonie in der Regel eine kleine Süßigkeit, welche dem bitteren Geschmack entgegen wirken soll. Hier gibt es jedoch nicht "die eine, richtige Süßigkeit". Eine mögliche Nascherei, die sich auch ganz einfach selbst herstellen lässt, möchte ich euch heute vorstellen: Youkan.

Was wird benötigt?

500g Anko (Rote-Bohnen-Paste)
1 Priese Salz
ca. 300 ml Wasser
ca. 6 - 8g Agar Agar (Gelantine - vegetarisch!)
Man kann bis zu 100g Zucker reinmischen, muss man aber nicht.

Links Agar (gibt es auch als Riegel); Rechts Anko.

Schritt 1)
Zu Beginn wird die Gelantine vorbereitet. Einfach die gewünschte Menge Agar kurz abspülen und eine halbe Stunde in Wasser quellen lassen.

Schritt 2)
Ebenso simpel: Das gequillte Agar ausdrücken und zusammen mit den 300ml Wasser in einem Topf geben. Salz (und falls gewünscht Zucker) mit in den Topf geben und alles auf mittlerer Hitze erwärmen. Dabei immer wieder umrühren, bis sich die Gelantine vollständig aufgelöst hat und die Mischung fast kocht.

Das dauert leider ein paar Minuten.

Sieht schon gut aus, aber wir wollen ja kleinlich sein :)

Was Ihr da seht, sind nur noch Luftblasen - perfekt


Schritt 3)
Anko hinzufügen und weiter rühren. Sobald alles gut vermischt ist (ca. 3 Minuten) kann die Masse vom Herd genommen und in eine Form gegeben werden. Meine Form war 19x19 cm groß und ich war mit der tiefe des Youkan zufrieden.

Einfach rein damit :'D

Erinnert mich etwas an Schokolade...

So sieht der fertige Spaß dann aus.

Schritt 4)
Jetzt muss das Ergebnis nur noch auf Zimmertemperatur abkühlen. Nach spätestens 90 Minuten sollte die Masse dann fest sein. Jetzt kann man das Youkan in die gewünschte Größe schneiden und verzehren.

Drei kleine von ca. 20 Stücken Youkan


Mein Fazit)
Am besten schmeckt mir Youkan direkt aus dem Kühlschrank. Und auch wenn die Rote-Bohnen-Paste bereits sehr süß ist, so werde ich beim nächsten Mal noch etwas Zucker hinzumischen. Aber das ist mein persönlicher Geschmack - ich gebe auch gefühlt einen Kilo Zucker in meine Tasse Kaffe ;)
Übrigends ist Youkan auch etwas länger haltbar, weshalb es auch unbedenklich als kleinen Nachtisch ins Bento gepackt werden kann. Das wäre nur nicht mein Fall, da ich Youkan nur kühl esse.

Dienstag, 18. März 2014

Rezept 002: Onigiri

Allseits beliebt: Onigiri (~ 6 Stück)
Snack / Bento-Beilage / Für 1 bis 6 Personen

Da ich meine Kamera momentan nicht wiederfinde ... gibt es jetzt erst einmal noch einen Eintrag zur japanischen Küche, den ich vorbereitet habe. Diesmal geht es um Reisbällchen/Reissandwiches oder auf gut Japanisch Onigiri. Dabei wird eine beliebige Füllung in einen gut gewürzten Reismantel gepackt ... und das wars auch schon. Ihr braucht wieder den zubereiteten Sushireis, den Ihr Hier findet - und schon kann es los gehen!

Was wird benötigt?
- Fertiger Sushi-Reis (von 250 Gramm Reis zubereitet)
- Nori (Algenblätter) - ein großer Bogen reicht für die hier angegebene Menge. Nori findet man in wirklich jedem Laden, der auch nur das kleinste Sushisortiment anbietet - mittlerweile sogar in manchen deutschen Einzelhandelsketten, wie Rewe und Hit.
- 2 EL Hon-Mirin (Reiswein)
- 1 EL Sushisu (Essig für sushi)
- 1 TL Sojasoße (Ich habe eine weniger gesalzene genommen - je nach dem eigenen Geschmack)
- 1 - 2 EL weißer und/oder schwarzer, gerösteter Sesam
- Mehrere priesen Salz
- Eine Gewürzmischung für Reis nach eigenem/passenden Geschmack (nennt sich Furikake)
- Sofern passend und vorhanden noch ein paar passende Kräuter - ich nehme z.B. Salatkräuter.
- Eine beliebige Füllung nach eigenem/passenden Geschmack - in meinem Fall Thunfisch mit Mayonaise und Wasabi.
- Eine Onigiri-Form ist (vor allem für Anfänger, wie ich selbst einer bin) überaus hilfreich. Die kleinen Plastikformen sind Online und auch in manchen deutschen Läden leider recht überteuert. Wer zufällig nach Düsseldorf zur Japanmeile kommt, der sollte unbedingt dort zuschlagen. Dort gibt es sehr viele solcher Formen zum annehmbaren Preis!





Für meine Thunfischfüllung verwende ich eine Dose in Öl eingelegten Thunfisch, ca. 2 EL Mayonaise und ca. 1 TL Wasabipaste.



Füllung und Gewürze können natürlich auch gerne vegetarisch sein!

Beschaffung und Haltbarkeit der Zutaten:
Zur Mayonaise muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen ... die hält sich nunmal nicht ewig. Wasabipaste hält auch nicht endlos lange, lässt sich im Regelfall aber doch schon ein paar Monate aufbewahren. Konserven sind natürlich lange haltbar und auch die Salatkräuter, sowie die Gewürzmischung (Furikake) halten sich lange Zeit, da diese Zutaten getrocknet sind.

Schritt 01)
Hon-Mirin, Sushisu, Sojasoße, weißer und/oder schwarzer Sesam, Salz, Gewürzmischung (Furikake) und sofern gewollt Kräuter werden in den Reis gemischt. Wer noch andere Zutaten für sich entdeckt, kann diese natürlich auch untermischen. Ich habe beispielsweise eine sehr leckere Sojasoße für Reis entdeckt, die ich jedoch wann anders vorstellen werde.

Schritt 02)
Ebenso wird nun die Füllung vorbereitet: Den Thunfisch abtropfen lassen und mit der Mayonaise und dem Wasabi zu einer doch etwas pampigen Masse verrühren.

Oben der Reis, unten die Füllung
Schritt 03)
Die Noriblätter zurecht"schneiden" (Um die Maße abzuschätzen, schaut Euch einfach mal meine fertigen Onigiri am Ende des Blogeintrags an).
Schneiden steht hier in Anführungszeichen, weil ihr am besten ein scharfes/großes Messer ansetzt und den empfindlichen Nori durch bloßen Druck abtrennt.
Die raue Seite kommt nach oben, weil diese später besser am Reis haftet.



Schritt 04)
Eine kleine Schale mit Salz- oder Essigwasser vorbereiten, damit das Essen nicht an den (hoffentlich gewaschenen ;D) Händen und der Onigiriform klebt.

Schritt 05)
Hände und Onigiriform mit dem Wasser befeuchten und eine Schicht Reis am Boden und an den Seiten der Form befestigen. (Per Hand wird der Reis einfach mit einer Mulde in die Hand gelegt, dann wird die Füllung dazugegeben, eine weitere Reisschicht drauf gepackt und per Hand geformt.)
Wie dünn bzw. dick Eure Reisschicht sein soll, könnt ihr entscheiden. Je fester die Füllung, desto weniger fällt Euer Onigiri zusammen.
Jetzt wird die Füllung dazugegeben und obendrauf kommt natürlich noch eine Reisschicht, damit Euer Reisbällchen auch ordentlich geschlossen ist.
Jetzt schließt Ihr die Form mit dem Deckel, drückt das ganze ein paar Sekunden kräftig zusammen - und wenn die Form ordentlich befeuchtet wurde, dann dürfte eier Reisbällchen ganz von alleine raus kommen, nachdem der Deckel entfernt wurde. Ansonsten gibt es bei den klassischen Onigiriformen immer eine Druckstelle, die dabei behilflich ist.

Die 1. Schicht Reis

Nun kommt die Füllung dazu.

Die 2. Schicht Reis

Ein wenig Druck ausüben

Nun ist es so gut wie fertig!
Die überstehenden Ränder könnt ihr leicht mit den Fingern nachdrücken.

Schritt 06)
Jetzt will das Onigiri nur noch auf ein Stück Yakinori gelegt werden, welches ihr dann zu beiden Seiten hochklappt und schon ist Euer Onigiri fertig - und es sieht aus, wie man es aus Japan und aus japanischen Manga/Anime kennt. (Oft werden Onigiri auch komplett mit Yakinori ummantelt, was die Nahrungsaufnahme noch etwas erleichtert :D)

Fertige Onigiri
Vorsicht - Die Onigiri sind um einiges sättigender, als man zu Beginn glauben mag :)

Das wars auch wieder von einer meiner einfacheren japanischen Zubereitungen. Bei meinem nächsten Blogeintrag zum Thema "japanische Küche" zeige ich Euch, wie Ihr japanisches Rührei (="Tamagoyaki") macht. Vielen Dank für's Lesen :)

Samstag, 1. März 2014

Rezept 001: Inari Nigiri

Mein erstes Rezept: Inari Nigiri (12 Stück)
Vegetarisch / Snack / Bento-Beilage / Für 3 bis 6 Personen

Hier habe ich Euch meine grundlegende Zubereitung von Sushireis gezeigt. Mit diesem Reis möchte ich euch nun zeigen, wie sich Inari Nigiri machen lassen. Inari Nigiri waren für mich ein enormes Highlight in Japan - weil sie dort nicht nur günstig waren, sondern auch unglaublich gut schmecken und immer gut für zwischendurch waren ... außerdem hat man sie an jeder Ecke kaufen können.

Gut, bei uns sind Inari Nigiri etwas teurer und man findet sie auch nicht an jeder Ecke. Aber wenn man einmal weiß, wo man suchen muss, dann lassen sie sich vergleichsweise günstig in der heimischen Küche zubereiten. Noch dazu dauert die Zubereitung - abgsehen von der Zubereitung vom Sushireis - nicht lange.

Was ist ein Inari Nigiri?

Ein Inari Nigiri ist eine Art "vegetarisches Sushi". Der Reis bekommt eine süßliche Note und wird dann in spezielle Inaritaschen (Tofutaschen) gehüllt. Das Ergebnis ist ein süßer und hungerstillender Snack.

Was wird benötigt?
- Fertiger Sushi-Reis (von 250 Gramm Reis zubereitet)
- 2 EL Hon-Mirin (Reiswein)
- 1 EL Sushisu (Essig für sushi)
- 1 TL Sojasoße (Ich habe eine weniger gesalzene genommen - je nach dem eigenen Geschmack)
- 1 - 2 EL weißer, gerösteter Sesam
- 1 - 2 EL Zucker
- 1 Priese Salz
- Eine Packung Inaritaschen bzw. Tofutaschen (in der Regel zu zwölf Stück abgepackt)

Beschaffung/Haltbarkeit der Zutaten:
Die Inaritaschen sind mit 4 bis 6 € pro Paket (genau, wie die anderen asiatischen Zutaten in vielen Asialäden oder auch online zu finden) das teuerste an diesem Rezept. Zwar gehen Reiswein und Essig auch etwas ins Geld, aber dafür hat man davon ewig. Inaritaschen sind die am wenigsten lange haltbare Zutat. Sie halten sich im geschlossenen Zustand dennoch Wochen bis Monate und sollten beim öffnen komplett verbraucht werden. (Tipp: Man kann sie schwach abkochen, wodurch sie einige Tage länger haltbar sind, dafür aber auch etwas Geschmack verlieren.)



Schritt 01)
Der frisch gefertigte - und wahrscheinlich noch warme - Sushireis wird umgehend verarbeitet. Hon-Mirin, Sushisu, Sojasoße, Sesam, Salz und Zucker werden ordentlich mit dem Reis vermischt.

Der Reis wurde durch den Teelöffel Sojasoße ein klein wenig dunkler.


Schritt 02)
Die Verpackung der Inaritaschen wird aufgeschnitten, damit die Flüssigkeit kurz abtropfen kann. Dann wird eine Tofutasche aus der Verpackung genommen und vorsichtig in der Mitte geöffnet. Nun wird die Tasche, je nach breite, zu 2/3 bis 3/4 mit Reis gefüllt.
Tipp: Natürlich kann man die Tasche auch komplett mit Reis füllen, aber dann sieht sie im Nachhinein nicht so aus, wie es bei Inari Nigiri in Japan üblich ist.
Tipp: Eine Schüssel mit Salz- oder Essigwasser ist sinnvoll, damit man die Hände vor dem befüllen kurz befeuchten kann. So klebt der Reis nicht zu stark an der Hand.

Das wars eigentlich auch schon :D

Schritt 03)
Nun klappt man einfach eine Seite der Tofutasche nach innen. Die zweite Seite wird darüber geklappt und mit ein wenig Druck sollte die Tasche auch eigenständig geschlossen bleiben.

Eine Seite...

...und die andere.
Schritt 04)
Die Tofutaschen mit der Lasche nach unten auf einen festen Untergrund stellen. Durch die Beschaffenheit von Reis und Tofutaschen, werden sie so richtig geschlossen.
Sind die zwölf Tofutaschen zubereitet, können sie entweder sofort serviert, oder (nachdem der Reis etwas abgekühlt ist, falls er noch zu frisch ist) in den Kühlschrank gelegt werden. Manchmal nehme ich sie mir auch für unterwegs mit, aber ich verzehre sie immer innerhalb von 24 Stunden.


Normalerweise sind die Taschen etwas heller (siehe unten)

Soviel zum Innenleben.

Bereit für den Transport ;)

Noch eine kleine Info am Rande: Die Bilder wurden an Unterschiedlichen Tagen gemacht. Die dunkleren Tofutaschen habe ich vorher schwach gekocht, wodurch sie auch im offenen Zustand noch ein paar Tage haltbar sind. Allerdings ging dadurch zu viel von ihrem Geschmack verloren, weshalb ich es nicht empfehlen kann. Auf den letzten beiden Bildern seht ihr ungekochte Tofutaschen - direkt aus der Packung. Nicht so lange haltbar - aber unendlich lecker :)

Zum Glück sind Inari Nigiri vergleichsweise einfach - so konnte ich gleich mit einem meiner absoluten Lieblingssnacks loslegen. Ich hoffe, es hat Euch gefallen - bis zum nächsten Mal :)

Montag, 17. Februar 2014

Grundlegende Verarbeitung von Sushi-Reis

 Möge Mochi's japanische Küche eröffnen!

Mittlerweile habe ich schon ein paar sehr leckere, japanische Gerichte hinbekommen und am liebsten würde ich euch gleich jedes einzelne dieser Gerichte vorstellen ... aber lasst uns bei Null anfangen. Heute geht es um die Zubereitung des wichtigsten, japanischen Grundnahrungsmittels: Reis.

Sushi-Reis oder japanischer Rundkornreis um genau zu sein. Ich stelle euch diesmal bloß die korrekte Art und Weise vor, wie der Reis grundlegend verarbeitet wird, damit er die richtige Konsistenz für Sushi, Onigiri etc. hat. Auf verschiedene Verfeinerungen, Gewürze und weiteres gehe ich dann ein, wenn die jeweiligen Gerichte hier vorgestellt werden.

Sushi-Reis / Grundlegende Verarbeitung

Nötiges Equipment:
- Eine Schüssel
- Ein Sieb
- Ein Topf mit schließendem Deckel
- Ein Geschirrtuch
- ... eine Herdplatte wäre auch ganz praktisch :D

Nötige Lebensmittel:
- Japanischer Rundkornreis bzw. Sushi-Reis nach beliebiger Menge - in diesem Fall sind es 250 Gramm
- Leitungswasser (Verhältnis: 4 Teile Wasser zu 3 Teile Reis), in diesem Fall also ca. 333 Milliliter.


Damit der Reis am Ende wirklich gut wird, ist es wichtig, dass man beim Zubereiten ordentlich Zeit mitbringt. Der Reis, den ich mit einer süß-sauer-sauce mixe und der innerhalb weniger Minuten fertig ist, lässt sich nicht mit diesem Reis vergleichen.

Schritt 01)
Als erstes wird der Reis mehrfach gewaschen. Das kennt man ja, aber hier ist es wichtig, den Reis wirklich gründlich zu waschen! Fünf Minuten sind ein absolutes Minimum.

Der Reis zu Beginn...
Nach fünf Minuten waschen :)

Das Wasser war mir noch nicht klar genug, wobei natürlich auch schon eine ordentliche Menge Wasser in der Schüssel war. Jedenfalls habe ich den Reis noch ein paar Minuten gewaschen.

Schritt 02)
Nun wird der Reis in ein Sieb gegeben, wo er zehn bis zwanzig Minuten den letzten Rest des verkleisterten Wassers abfallen lässt.


Schritt 03)
Als nächstes wird der Reis in einen Topf gegeben. Im Verhältnis 4 Teile Leitungswasser zu 3 Teile Reis wird nun auch Leitungswasser in den Topf gegeben. Hier kann man nun sehen, ob der Reis ordentlich gewaschen wurde. Wenn das Wasser klar bleibt, wurde das Ziel erreicht.

4 Teile Wasser auf 3 Teile Reis

Es ist klar geblieben - sehr gut :)
Schritt 04)
Nun beginnt das Warten. Der Decke wird auf den Topf gelegt und dann bleibt der Reis erst einmal zwanzig Minuten unberührt - bevor der Herd angemacht wird!

Schritt 05)
Weitere zwanzig Minuten soll der Reis in heißem bis ganz, ganz leicht köchelndem Wasser liegen. (ca. mittlere Stufe)

Schritt 06)
Nachdem auch diese zwanzig Minuten rum sind, wird der Herd voll aufgedreht. Aber nur für einen kurzen Moment! Nach wenigen Sekunden sollte der Dampf zu sehen sein, der aus dem Topf aufsteigt. Sofort wird der Herd ausgeschaltet bzw. der Reis auf eine unbenutzte Herdplatte gelegt.

Schritt 07)
Jetzt werden weitere zehn Minuten gewartet...

Schritt 08)
Mittlerweile hat sich das meiste Kondenswasser im Deckel gesammelt. Wäre schön, wenn es auch dort bleibt. Also wird nun ein Geschirrtuch oder ähnliches zwischen Topf und Deckel gelegt und es werden weitere zehn Minuten gewartet.

Ja, das dauert ;)
Schritt 09)
Jetzt ist es geschafft! Der Reis kann endlich aus dem Topf zurück in die (bestenfalls gesäuberte) Schüssel getan werden und ist bereit um bei diversen Rezepten zum Einsatz zu kommen. Falls euer Herd etwas heißer war als gedacht und ein Teil vom Reis am Boden angebrannt ist, dann kratzt diese letzte Reisschicht NICHT heraus. Schmeißt sie weg oder stellt irgendetwas damit an, wenn ihr doch noch einen Verwendungsgrund findet. Aber für die weitere Zubereitung ist der angebrannte/harte Teil nicht zu gebrauchen.

Wenn ihr fertig seit, dann sieht der Reis aus wie ... ja ... wie gekochter Reis eben. Aber ihr werdet feststellen, dass er sehr gut aneinander haftet. Er lässt sich nun gut formen (dazu am besten die Hände mit Salzwasser, Essigwasser oder ähnliches befeuchten). Um dennoch mal ein letztes Bild zu zeigen, bekommt ihr nun noch eins von dem fertigen Reis. Wundert euch bitte nicht über die schwarzen und weißen Körner - ich hatte den Reis zu diesem Zeitpunkt bereits weiter verarbeitet. Das was ihr da seht, ist gerösteter Sesam ;)

Ja, ich kann kochen und gleichzeitig spülen! Was bleibt mir bei dieser Riesenküche anderes übrig ... :D

Samstag, 8. Februar 2014

Lebensmittel für die japanische Küche: Eine kleine Grundausstattung

Der erste Einkauf

Heute möchte ich direkt an meinen letzten Post anknüpfen. Vor einiger Zeit habe ich meine "Grundausrüstung" im Internet bestellt, die für die Zubereitung von japanischem Essen bzw. Bento zwingend notwendig ist. Fast alle nachfolgenden Lebensmittel werden für diverse Gerichte benötigt (Sushi, Onigiri, Reis für's Bento, Salate etc.)

Bestellt habe ich bei DaeYang: http://www.dae-yang.de/

Und jetzt stelle ich euch einfach mal vor, was ich so bestell habe:

Yakinori: Die typischen Algenblätter, die - wie auf dem Bild zu sehen - oft für Sushi verwendet werden. Ich brauche sie aber auch, um Onigiri ("Reisbällchen") zu machen.


Japanische Mayonaise: Die soll wohl einen anderen Fettanteil haben und bei mehreren Gerichten gebraucht werden.



Japanischer Rundkornreis oder auch Sushireis: Wie der Name schon sagt, wird der Reis für Sushi verwendet. Aber auch für viele andere Gerichte.



Wasabipaste: Die scharfe Paste wird ebenfalls für Sushi und andere Gerichte benötigt.


SushiSu: Und wieder etwas fürs Sushi - verleiht dem Reis einen wirklich tollen Geschmack!


HonMirin: Ein süßer Reiswein, welcher oft zum Kochen verwendet wird. Japaner essen generell gerne süßlich und deshalb wird dieser Reiswein bei sehr, sehr vielen Gerichten verwendet.


Gerösteter (schwarzer und weißer) Sesam: Wird gerne mit dem Reis vermischt, damit er schöner aussieht. Bei "Inside-Out-Sushi" (Hier befindet sich das Noriblatt innen, statt außen), wird Sesam gerne als äußerste Schicht benutzt. Er gehört zu sätzlich zu einen von mehreren Kniffen der japanischen Küche, um den Reis auch ohne weitere Beilagen lecker schmecken zu lassen.


Eingelegte Ingwerscheiben: Sushi gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Diese Ingwerscheiben werden genutzt, um den Geschmack zwischen den einzelnen Sushi zu neutralisieren.


Konserven (Thunfisch und Garnelen): Die werde ich für verschiedene Salate benutzen, die in Onigiri oder Sandwiches kommen. Ich glaube, dass Konserven aus unseren heimischen Geschäften genau so gut sind, aber da die jetzt alles andere als teuer waren, habe ich sie einfach mit bestellt :)



Gelbe Currypaste: Ich bestelle oft asiatische Gerichte mit gelbem Curry - vielleicht hilft mir diese Paste, diese Gerichte nachzukochen.



Sojasauce: In diesem Fall ist die Sauce weniger gesalzen, als üblich, da mir die klassische Variante nicht so gut schmeckt.


Furikake: Ein weiterer Kniff der japanischen Küche, um den Reis optisch und geschmacklich aufzupeppen. Furikake gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und wird einfach mit dem fertigen Reis gemischt.


Inari Taschen / Tofu Taschen: Eins der geschmacklichen Highlights der Japanreise war für mich der Genuss von Inari Nigiri - süßlicher Reis in frittierten Tofutaschen. Den süßlichen Reis kann ich mit den oben genannten Zutaten zubereiten - die Taschen sind zwar verhältnismäßig Teuer (12 Stück für ca. 5,00 €), aber das ist es mir Wert. Immerhin habe ich seit meiner Japanreise öfter Inari Nigiri am Düsseldorfer HBF für je 1,45 € gekauft :D


Zusätzlich habe ich noch eine spezielle Pfanne bei Amazon bestellt, eine Tamagoyaki-Pfanne. Eine solche Pfanne ist zwar nicht zwingend notwendig, hilft aber beim zubereiten vom japanischen, gebratenen Ei namens Tamagoyaki.


Zu guter letzt noch drei Sachen, bei denen wohl keine Bilder nötig sind, da man sie aus jedem deutschen Supermarkt kennt: Salatkräuter, Eier und Schinkenwürstchen für Oktopus-Würstchen zum Benta.

In nächster Zeit werde ich mich an folgende, einfache Gerichte und Beilagen wagen, welche allesamt mit den hier genannten Zutaten gemacht werden können: Onigiri mit einer Thunfisch-Mayo-Füllung (Die Füllung ist natürlich variabel und darf bei Bedarf auch vegetarisch sein), Tamagoyaki (süßlich), Inari Nigiri, japanischer Reis sowie Oktopuswürstchen als Grundlage für ein Bento. Ich werde die einzelnen Schritte fotografieren und samt Anleitung und Zutatenliste hier veröffentlichen.

Jetzt freue ich mich schon wahnsinnig, auf das japanische Essen!
Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal :)